Planungsablauf

Ausdruck vom 17. August 2019 23:37:40 MESZ

https://www.lgl-bw.de/lgl-internet/opencms/de/Schulwegeplaner/Planungsablauf/index.html


Planungsablauf bei der Erstellung von Schulwegen

In wenigen Schritten zum Radschulwegplan

Allgemeines

 

Das WebGIS-Tool erlaubt eine digitale Schulwegplanung von Schülern für Schüler. Denn wer weiß besser als die Schülerinnen und Schüler selbst, wo sich die Problemstellen auf den Schulwegen rund um die Schulen befinden. Grundlage ist ein webfähiges Geoinformationssystem (WebGIS), mit dem Schülerinnen und Schülern ihre täglich gefahrenen bzw. gelaufenen Schulwege auf sehr einfache Weise am PC virtuell nachvollziehen, digital erfassen und auf Problemstellen entlang ihres Schulweges aufmerksam machen können. 


Der Aktionserlass „Sicherer Schulweg" sieht eine gemeinsame Erstellung der Radschulwegpläne durch Schulen und Kommunen vor. Das vorliegende Planungswerkzeug richtet sich daher an diese beiden Hauptakteure, die unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte bei der Erstellung der Schulwegplänen haben (diese Aufgabenbereiche sind jedoch nicht scharf voneinander abgrenzbar):

 

  • Die Schulen führen die Datenerhebung durch (Erhebung der Rad- und Gehschulwege inkl. Problemstellen). An jeder Schule sollte dazu ein Schulbeauftragter benannt werden (i.d.R. die Verkehrsbeauftragten), der als besonders geschulter Ansprechpartner, sowie als Multiplikator und Administrator für das WebGIS-Tool den teilnehmenden Lehrern zur Seite steht und die Erstellung der Radschulwegpläne koordiniert. 
  • Die Kommunen sind vorwiegend für die Datenauswertung und die anschließende Ausweisung der Empfohlenen Radschulwege zuständig. In den Kommunen wird analog dazu ein Kommunalbeauftragter benannt, der als Ansprechpartner für die Schulen in seiner Kommune agiert.

Die Einbeziehung von weiteren Akteuren wie z. B. Eltern, Polizei und Verkehrsplaner ist jedoch sehr wichtig. Gemeinsames Ziel aller Projektpartner sollte sein, die Verkehrspräventionsarbeit an den Schulen effektiv zu unterstützen und einen verfahrensmethodischen Beitrag zur Schulwegsicherheit in Baden-Württemberg zu leisten.

 

Die einzelnen Schritte im Überblick

  • Vorbereitung
     
  • Befragung zum Mobilitätsverhalten (optional)
     
  • Hausaufgabe (optional)
     
  • Online-Digitalisierung mit dem WebGIS-Tool
     
  • Auswertung
     
  • Erfassung empfohlener Radwege

1. Vorbereitung

 

Generelle Infos zum Planungsprozess


Der erste Schritt der Vorbereitungs-Phase dient der Information und Miteinbeziehung aller Beteiligten. Den teilnehmenden Gemeinden/Schulen stehen hierzu umfassende Informationen und Empfehlungen zur Durchführung vor Ort zur Verfügung. Hier ist besonders der Leitfaden „Schulwegpläne leichtgemacht“ von der Bundesanstalt Straßenwesen zu nennen, der wichtige Angaben zum gesamten Planungsprozess enthält und durch zahlreiche Beispiele das Bewusstsein für mögliche Problemstellen entlang der Radschulwege schärft. Dieser ist im Downloadbereich verfügbar. Des Weiteren werden Anleitungen zur konkreten Vorgehensweise, sowie Onlinehilfen innerhalb der Anwendung bereitgestellt.


Registrierung Schul-/ Kommunalbeauftragter


Zu den ersten administrativen Aufgaben der Schulbeauftragten gehört die Registrierung der Schule und die Vergabe von Benutzernamen und Passwörtern für die beteiligten Schüler und Lehrer, die sich mit ihren Pseudonymen im WebGIS-Tool anonymisiert anmelden können. Die Zugänge für Schulwegbeauftragte, Lehrer, Schüler und Kommunen sind mit unterschiedlichen Funktionalitäten ausgestattet.

Der Kommunalbeauftragte verfügt über eine separate Registrierung und kann in seinem Zugang auf die erhobenen Daten aller Schulen innerhalb seiner Gemeinde zugreifen.

 

Informationen zur Registrierung und zu den unterschiedlichen Funktionalitäten je Anwendergruppe (Schüler, Lehrer, Schulbeauftragter, Kommunalbeauftragter) finden Sie in den jeweiligen Schulungsunterlagen.

 

Elternanschreiben

Unter Dokumente und Anleitungen stehen verschiedene Dokumente zur Information und zur Vorbereitung der Erfassung zur Verfügung.

Vor der Eingabe der Radrouten und Problemstellen durch die Schülerinnen und Schüler muss die "Einwilligungserklärung der Eltern" unterschrieben vorliegen!

 

2. Befragung zum Mobilitätsverhalten (optional)

Bevor die eigentliche Radschulweg-Erfassung mit dem WebGIS-Tool beginnt, wird eine Befragung der Schülerinnen und Schüler zum Mobilitätsverhalten empfohlen.

 

Im Rahmen der Befragung sollten die Schülerinnen und Schüler zunächst nach ihrem Mobilitätsverhalten befragt werden d.h. mit welchem Verkehrsmittel sie zur Schule kommen, Dauer des Hinweges oder Gründe für die Verkehrsmittelwahl. Die Ergebnisse ergänzen die mit der Radwegeerfassung verbundenen Fragen um weitere wichtige Hinweise zur Qualität der Radschulwege und rundet die Befragung zu einem Gesamtbild ab.

 

Aus den Antworten lassen sich darüber hinaus bereits erste wichtige Informationen, z.B. über die Anzahl der Rad fahrenden SchülerInnen und die Zahl der teilnehmenden SchülerInnen an der nachfolgenden Radwegeerfassung ableiten.

 

Einen Musterfragebogen für Schüler und Schülerinnen an weiterführenden Schulen erhalten sie unter www.bast.de/schulwegplan unter den Anlagen zur Bestandsaufnahme.